Pakistanischer Islamischer Kulturverein Masjid-E-Bilal

Location

Adresse: 
Diefenbachg. 12/12/1
Ort: 
1150 Wien
Bundesland: 
Wien
Tel: 
0699/10565431, 01/8929145
Herkunft: 
Pakistan
Moschee: 
Ja
Verbindung ins Ausland: 
Zum Naqshbandi-Orden in Pakistan
Ausrichtung: 
Sunnitisch nach der sufischen Lehre des Naqshbandi-Ordens
ZVR: 
417428774

Geschichtlicher Hintergrund

Der pakistanische islamische Kulturverein Masjid-e-Bilal – Bilal Moschee gilt als die älteste pakistanische Moschee in Wien. Er vertritt die sunnitische Richtung des Islam und folgt der Lehre des sufischen Naqshbandi Ordens.

 

Der Naqshbandiorden wurde im 14. Jahrhundert von Scheikh Muhammad Baha’uddin Naqshband (1318-1389) aus Buchara gegründet. Kennzeichen des Naqshbandiordens sind die strenge Befolgung eines gesetzestreuen Islam, das Streben nach religiöser Durchdringung des Alltags, der stille Dhikr (lautloses Gedenken an Gott) und die „Rabita“, eine Meditationsübung, die eine starke Herzensverbindung zwischen Schüler und Lehrer bilden soll. Naqshband bezog sich vor allem auf die Lehre von Abdul Khaliq Ghujduwani und deren Prinzipienkatalog „Weg der Lehrer“, in welchem die Grundsätze „Aufmerksamkeit beim Atmen“ „seine Schritte überwachen“, „innere mystische Reise“, „Einsamkeit in der Menge“, „Innere Sammlung“, „Gedankenkontrolle“, „Gedankenüberwachung“, und „Konzentration auf Gott“, angeführt sind. Aufgrund der puritanischen Ausrichtung des Ordens, welcher auf das von vielen anderen Sufi-Orden praktizierte ekstatische Erleben verzichtete, erreichten die Naqshbandis eine von der islamischen Orthodoxie relativ unbeeinträchtigte Existenz und sogar Einfluss auf die zentralasiatischen Höfe und erlangten später auch eine feste Stellung in Indien. In der Türkei ist die Naqshbandiyya heute der größte Sufiorden. Zahlreiche Bildungsbewegungen wie die „Nurcu Cemaati“ und die „Süleymancilar“ haben ihre Wurzeln in der Naqshbandiyya. Sufi-Orden haben im Allgemeinen einen großen Einfluss auf ältere und vor allem auf weibliche Muslime, obwohl diese Orden keine frauenfreundlichen Traditionen pflegen. Sufi-Orden leisten aufgrund ihrer Tendenz, ihren Glauben möglichst unauffällig zu praktizieren und sich selten öffentlichen Diskussionen zu stellen, kaum einen Beitrag zur Integration ihrer Anhänger im jeweiligen Aufenthaltsland.

Aktuelle Aktivitäten

Aus wirtschaftlichen Gründen kann die Moschee keinen ausgebildeten Vollzeit-Imam bereitstellen und muss ihre religiösen Dienste daher auf das Freitagsgebet – meist mit Laienwanderpredigern - beschränken.

Im Keller befindet sich ein Gebetsraum, der ungefähr 150 Gläubigen Platz bietet und der an Freitagen auch gut gefüllt ist. Die genaue Zahl der Mitglieder ist nicht bekannt.

Zusammenarbeit

Mit den Naqshbandi-Orden in Pakistan

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