Liga Kultur - Verein zur Förderung des kulturellen Austausches und der Integration

Location

Adresse: 
Greiseneckergasse 10
Ort: 
1200 Wien
Bundesland: 
Wien
Tel: 
+43 691 997 1300
E-Mail: 
ligakultur@gmail.com
Website: 
Herkunft: 
Ägypten
Dachverband: 
Muslimbruderschaft
Gegründet: 
Samstag, Mai 2, 1998
Ausrichtung: 
Muslimbruderschaft
ZVR: 
217333479

Der Verein

Der Verein Liga Kultur – Verein zur Förderung des kulturellen Austausches und der Integration wurde am 02.05.1998 unter anderem von den Brüdern Jamal und Aiman Morad gegründet, die sich auch lange in führenden Positionen befanden.

Jamal Morad hat gegenüber einem arabischen Fernsehsender unumwunden zugegeben, eine „der Führungskräfte der Muslimbrüder in Europa“ zu sein und auf Nachfrage des Interviewers bekräftigt, dass er ein Kader der Muslimbruderschaft in Österreich sei.[1] Bis zur letzten Wahl saß er im Obersten Rat der IGGiÖ. Jamal Morad war an der Gründung der der Islamischen Vereinigung in Österreich gehörenden Hidaya-Moschee (Praterstraße 52, 1020 Wien), die Mitglied der Kultusgemeinde multikultureller Moscheegemeinden ist, ebenso beteiligt wie an der Gründung der der Liga Kultur gehörenden al-Nur-Moschee in Graz (Neubaug. 67, 8020 Graz). Laut Vereinsregisterauszug ist Jamal Morad nach wie vor Vorsitzender der Islamischen Vereinigung in Österreich, die in Wien auch mehrere Kindergruppen betreibt.

Ausrichtung

Die Liga Kultur ist der einzige österreichische Verein, der nicht zu verschleiern versucht, dass er dem Netzwerk der Muslimbruderschaft nahesteht. So ist die Liga Kultur offiziell Mitglied der Federation of Islamic Organisations in Europe FIOE, der auch die Muslim Association of Britain MAB und die World Assembly of Muslim Youth, eine 1972 gegründeten NGO mit Sitz in Riad, angehören. Der gegenüber dieser Organisation erhobene Vorwurf der Unterstützung des Terrorismus kann von uns nicht überprüft werden. Vonseiten der Organisation werden derartige Vorwürfe vehement zurückgewiesen.  In den Aktivitäten der WAMY sind der Muslimbruderschaft nahestehende Personen sehr prominent sichtbar.[2]

 Aktuelle Aktivitäten

Mit der Jugend der Liga Kultur 

verfügt der Verein über eine eigene Jugendsektion, die an der gleichen Adresse residiert.

Die Einträge auf der Facebook-Seite der Liga Kultur sind teilweise auf Deutsch und teilweise auf Arabisch verfasst. Dasselbe gilt für die Homepage, wobei hier der Anteil deutschsprachiger Texte prozentuell definitiv überwiegt.

Die Liga Kultur bietet unter anderem Deutschkurse für arabischsprachige Flüchtlinge an.

Des Weiteren werden sowohl im Sommer als auch im Winter Jugendcamps angeboten – jeweils unter einem anderen, die Religion bzw. die Religiosität betreffenden, Motto. Darüber hinaus werden Veranstaltungen wie zum Beispiel Lesungen etc. organisiert.

Ein besonderes Anliegen scheint dieser Organisation die Unterstützung der Muslimbruderschaft in Ägypten zu sein.

Zusammenarbeit

Lange Zeit war es unter den Vorstandsmitgliedern der Liga Kultur und der Islamischen Vereinigung in Österreich üblich, einander abwechselnd mit Funktionen zu betrauen. So sitzt aktuell einer der Gründer der Liga Kultur, Jamal Morad, im Vorstand der Islamischen Vereinigung Österreich.

Laut Homepage der Liga Kultur hat der Verein mehrere Kooperationspartner, wie zum Beispiel die Federation of Islamic Organisations, die Muslim Association of Britain oder die schwedische Islamiska Förbundet,[4] die alle dem Netzwerk der Muslimbruderschaft nahestehen.

Die Muslimbruderschaft

Geschichtlicher Abriss

Die Muslimbruderschaft (arab. al-ichwān al-muslimūn) ist die bedeutendste und einflussreichste Bewegung des modernen sunnitischen Islamismus. Sie wurde 1928 von Ḥasan al-Bannā in Ägypten gegründet und breitete sich schnell in der islamischen Welt aus. Die tunesische Ennahda ist ebenso ein Ableger der Muslimbruderschaft wie die palästinensische Hamas, die Islamische Aktionsfront in Jordanien, die FIS in Algerien oder die Nationale Islamische Front im Sudan. Laut Aussagen von Ibrahim Munir, einem Führungsmitglied der ägyptischen Muslimbruderschaft und derzeitigem Generalsekretär der internationalen Organisation der Muslimbruderschaft, würde die Organisation darauf verzichten, in Ländern, in denen islamistische Organisationen existieren, deren Ziele mit jenen der Bruderschaft übereinstimmen, eine eigene Organisation aufzubauen, und stattdessen mit den bestehenden islamistischen Organisationen zusammenarbeiten.[5] Das betrifft etwa die Jamaat-e-Islami in Pakistan oder Millî Görüş in der Türkei.

Nach mehreren Anschlägen wurde die Muslimbruderschaft im Jahr 1948 in Ägypten verboten. Der für das Verbot zuständige Premierminister Mahmoud an-Nukrashi Pascha fiel daraufhin, im Dezember 1948, ebenfalls einem Anschlag zum Opfer. Kurze Zeit später, am 12. Februar 1949, wurde der Gründer und Führer der Bruderschaft, al-Bannā, in Kairo erschossen, was die Organisation in eine kurze Krise um die Nachfolge stürzte. Schließlich übernahm der Richter Hasan al-Hudaibi, der sich später gegen die von Sayyid Qutb betriebene weitere Radikalisierung der Muslimbruderschaft wandte, die Führung. Der Mörder al-Bannās konnte nie gefasst werden.

In den 1950er Jahren begann die Muslimbruderschaft, sich international aufzustellen und auch in nichtislamischen Ländern Organisationen aufzubauen. Diese firmieren jedoch in der Regel nicht unter dem Label Muslimbruderschaft, sondern agieren unter verschiedenen Organisationsformen und Namen, meist ohne direkten Bezug zum Befehlszentrum der Bruderschaft. In Europa und Nordamerika lassen sich verschiedene Organisationen dem Netzwerk der Muslimbruderschaft zurechnen. 

Als Auslöser dieser Entwicklung kann der Militärputsch der ägyptischen Freien Offiziere unter der Führung von Gamal Abdel Nasser gelten. Im Jahr 1954 wurde die Muslimbruderschaft in Ägypten verboten, ihre Mitglieder wurden verfolgt und verhaftet, darunter auch der Vordenker der Bruderschaft, Sayyid Qutb. Etliche Führungspersönlichkeiten wurden in der Folge hingerichtet. Teile der Organisation setzten sich nach Europa ab, wo sie politisches Asyl bekamen, darunter auch Said Ramadan, der Schwiegersohn von Hasan al-Bannā. Auf dessen Betreiben wurde 1957 in München die sogenannte Moscheebaukommission gegründet, aus der später die Islamische Gemeinschaft Deutschlands (IGD) hervorgehen sollte. Bereits 1961 wurde, ebenfalls auf Initiative Said Ramadans, in der Schweiz das Islamische Zentrum Genf fertiggestellt, die erste Moschee der Muslimbruderschaft außerhalb der islamischen Welt. Dieses wird heute von Hani Ramadan, einem der beiden Söhne Said Ramadans, geleitet. Das Islamische Zentrum München wurde 1973 feierlich eröffnet. Es gehört heute dem Dachverband Zentralrat der Muslime in Deutschland an, dessen wichtigste Teilorganisation die Islamische Gemeinschaft Deutschlands ist. Die deutsch-islamische Schule in München, die bis zu ihrem Verbot von Amena Shakir (damals el-Zayat) geleitet wurde, wurde von der IGD betrieben..[6]

1982 wurde dann, wiederum in München, die Internationale Organisation der Muslimbruderschaft (IOM) ins Leben gerufen, die die Aktivitäten der verschiedenen Teilorganisationen in aller Welt koordinieren sollte. Treibende Kraft hinter dieser Gründung war Mustafa Maschhur, der 5. Oberste Führer der Bruderschaft. Derzeitiger Sitz der IOM ist London.[7]

In den Jahren 2011 und 2012 gelang es der Muslimbruderschaft, als Partei „Demokratische Allianz für Ägypten“ sowohl die Parlaments- als auch die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen. Im Anschluss an die durch den Militärputsch von General Abd al-Fattah as-Sisi im Juli 2013 ausgelösten gewaltsamen Auseinandersetzungen wurde die Muslimbruderschaft verboten. Um der drohenden Verhaftung zu entgehen, setzten sich zahlreiche Mitglieder der Organisation in die Türkei, nach Qatar oder in westliche Staaten ab.

Ihre Propaganda betrieb und betreibt die Muslimbruderschaft hauptsächlich mittels sozialen Engagements. Die Gründung von Schulen, Moscheen, Krankenhäusern etc. dient der propagandistischen Verfolgung ihrer Ziele. Mit ihren Aktivitäten drang sie rasch in immer mehr gesellschaftliche Sphären vor. Man kann demnach von einer Art Graswurzel-Revolution über eigene Sozialprojekte und Bildungseinrichtungen und die Unterwanderung zivilgesellschaftlicher und staatlicher Institutionen sprechen. Das macht die Organisation gefährlich und für Außenstehende oft schwer durchschaubar.

Als Ziel der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aktivitäten der Bruderschaft kann die Gründung eines Islamischen Staates nach Scharia-Prinzipien definiert werden.

Die Muslimbruderschaft in Europa

Wie bereits oben beschrieben, baute die Muslimbruderschaft ab den späten 1950er Jahren ein dichtes Netz von Organisationen in Europa und anderen Teilen der Welt auf. Nach dem Militärputsch in Ägypten im Jahre 2013 und dem damit einhergehenden Verbot der Bruderschaft in vielen islamischen Ländern gewannen die Aktivitäten der in Europa tätigen Organisationen stark an Bedeutung.

An dieser Stelle können nur die wichtigsten und größten Organisationen der Bruderschaft in Europa sowie jene, die auch einen Bezug zu Österreich aufweisen, genannt werden.

 

FIOE - Federation of Islamic Organisations in Europe
Die FIOE wurde 1989 gegründet und hat ihren Sitz in Markfield, Leicestershire, in Großbritannien – unter dem Dach der Islamic Foundation, einer Stiftung, die der islamistischen Jamaat-e-Islami nahesteht.[8] SSie gilt als Dachorganisation der Muslimbruderschaft in Europa. Zu ihr zählen etwa die Islamische Gemeinschaft in Deutschland [9], die Muslim Association of Britain (MAB)[10] oder die Liga Kultur[11] in Österreich.

Auf Initiative der FIOE oder unter ihrer Mitwirkung wurden in den folgenden Jahren eine ganze Reihe weiterer Organisationen und Institutionen in Europa gegründet:

IESH – Institut Européen des Sciences Humaines,
eine private islamische Hochschule zur Ausbildung von Imamen und Religionslehrer/innen in der Nähe von Château-Chinon in Frankreich. Ähnliche Institute existieren auch in St. Denis bei Paris und in Highmead bei Llanybydder in Großbritannien. Neben der Imam- und Lehrerausbildung kann man sich an der IESH für ein 4-jähriges Scharia-Studium einschreiben. Alle Studiengänge können auch als Bachelor-Fernstudium absolviert werden.
Im wissenschaftlichen Rat sitzt mit Yussuf al-Qaradawi der führende Ideologe der Muslimbruderschaft.[12]

Millî Görüş entsendet ebenso Mitglieder zum Studium an die IEHS[13] wie die Muslimische Jugend in Deutschland oder die Islamische Gemeinschaft in Deutschland, wie Ibrahim el-Zayat, eine der Schlüsselfiguren der Muslimbruderschaft in Europa, gegenüber der Islamischen Zeitung betonte.[14]

ECFR – European Council for Fatwa and Research

Das ECFR wurde 1996 auf Initiative der FIOE vom aktuellen Vordenker der Muslimbruderschaft, Yussuf al-Qaradawi, gegründet und hat seinen Sitz in Dublin in Irland. Die Organisation widmet sich vor allem dem Erlass von Fatwas, die Muslimen ein Scharia-gemäßes Leben in Europa ermöglichen sollen.

Der derzeit amtierende Mufti der IGGiÖ vertritt die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) im Europäischen Fatwarat ECFR.[15]

FEMYSO – Forum of European Muslim Youth and Student Organisations
Die FEMYSO wurde ebenfalls 1996 von der FIOE gemeinsam mit der WAMY (der in Riad, Saudi-Arabien, ansässigen World Assembly of Muslim Youth) gegründet. Ihren Sitz hat die FEMYSO in Brüssel, erster Vorsitzender war der bereits erwähnte Ibrahim el-Zayat, der gleichzeitig dem Vorstand der FIOE angehörte. Mitglieder sind diverse islamische Jugendorganisationen unter anderem aus Schweden (Sveriges Unga Muslimer, SUM), Deutschland (Muslimische Jugend in Deutschland, MJD), Frankreich (Jeunes Musulmans de France, JMF) oder Großbritannien (Young Muslim Organisation UK, YMOUK), aber auch die deutsche Sektion der Millî Görüş (IGMG).[16] Zumindest zwischen 2003 und 2005 war auch die Muslimische Jugend Österreichs (MJÖ), wie sie selbst zugibt, Mitglied der FEMYSO. Danach schied sie laut eigenen Angaben wieder aus. Die Gründe für Mitgliedschaft und Ausscheiden liegen bis heute im Dunkeln.[17]

Muslimbruderschaft in Österreich

Die Muslimbruderschaft ist in Österreich, anders als andere islamistische Organisationen, nicht namentlich vertreten, prägt aber mittels ihrer intellektuellen und personellen Stärke das öffentliche Bild des Islam ebenso wie die innerislamischen Diskurse. Durch zahlreiche Imame und Funktionäre diverser Organisationen, allen

In Österreich ist die Muslimbruderschaft, anders als andere islamistische Organisationen, nicht namentlich vertreten, prägt aber aufgrund ihrer intellektuellen und personellen Stärke das öffentliche Bild des Islams ebenso wie die innerislamischen Diskurse. Zahlreiche Imame und Funktionäre diverser Organisationen, allen voran der Millî Görüş, die ihre Ausbildung in arabischen Ländern und/oder an der von der Muslimbruderschaft gegründeten IEHS in Frankreich absolviert haben, sorgen dafür, dass diese Organisationen unter dem kontinuierlichen Einfluss der Muslimbruderschaft stehen.

Die Anzahl der arabischen Moscheen in Österreich, die eng mit der Muslimbruderschaft zusammenarbeiten, wird auf fünf geschätzt. Hinzu kommen noch drei Moscheen, die der pakistanischen oder bengalischen Sektion der Jamaat-e-Islami nahestehen. Darüber hinaus arbeiten aber etliche Organisationen mehr oder weniger eng mit der Muslimbruderschaft zusammen oder werden von Funktionären aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft geleitet. Die Strukturen der Bruderschaft sind schwer zu durchschauen, was auch damit zusammenhängt, dass es innerhalb der Muslimbruderschaft verschiedene Kategorien von Unterstützern gibt, vom einfachen Sympathisanten bis zum Vollmitglied, das einen Eid abgeleistet hat.

Um Organisationen dem Netzwerk der Muslimbruderschaft zurechnen zu können, ist die Forschung zumeist auf Indizienketten, bestehend aus Partnerorganisationen und personellen Verflechtungen, angewiesen. Dadurch lassen sich einige Organisationen und Personen in Österreich dem Netzwerk zuordnen bzw. lässt sich eine ideologische Nähe feststellen. Über personelle Verflechtungen sind Vertreter der Muslimbruderschaft in diversen Vereinen und Organisationen tätig und üben dort, oft in führenden Positionen, Einfluss aus. Das dürfte unter anderem auf die Kultusgemeinde der Multikulturellen Moscheeeinrichtungen, die Arabische und die Asiatische Kultusgemeinde (hier in Gestalt der Jamaat-e-Islami) zutreffen, aber auch einige zivilgesellschaftliche Organisationen sind von Muslimbrüdern infiltriert

Liga Kultur

Die Liga Kultur wurde unter anderem von den Brüdern Jamal und Aiman Morad gegründet, die sich auch lange in führenden Positionen befanden. Jamal Morad hat gegenüber einem arabischen Fernsehsender unumwunden zugegeben, eine „der Führungskräfte der Muslimbrüder in Europa“ zu sein und auf Nachfrage der Interviewerin bekräftigt, dass er ein Kader der Muslimbruderschaft in Österreich sei.[18]  Bis zur letzten Wahl saß er im Obersten Rat der IGGiÖ. Jamal Morad war an der Gründung der der Islamischen Vereinigung in Österreich gehörenden Hidaya-Moschee (Praterstraße 52, 1020 Wien), die Mitglied in der Kultusgemeinde Multikultureller Moscheegemeinden ist, ebenso beteiligt wie an der Gründung der der Liga Kultur gehörenden al-Nur-Moschee in Graz (Neubaug. 67, 8020 Graz). Laut Vereinsregisterauszug ist Jamal Morad nach wie vor Vorsitzender der Islamischen Vereinigung in Österreich. Von der IViÖ werden auch mehrere städtisch geförderte Kindergruppen betrieben.

Aiman Morad wiederum  hatte an der IRPA (der inzwischen aufgelösten bzw. in der KPH Krems aufgegangenen Islamischen Religionspädagogischen Akademie, heute: Institut Islamische Religion der KPH Krems) verschiedene Funktionen inne: Institut Islamische Religion der KPH Krems), verschiedene Funktionen inne.19] Sein Facebook-Profil wird vom R4BIA-Zeichen geziert, dem geheimen Erkennungssymbol der Muslimbruderschaft seit dem Militärputsch gegen den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi.[20]
Inwieweit die Liga Kultur und die Jugend der Liga Kultur in die Gründung der sogenannten Universitätsmoschee in der Nähe der Universität Wien involviert sind, kann erst in den kommenden Monaten beurteilt werden.

Islamophobie

Islamophobie und Islamophobieforschung sind Tätigkeitsfelder, in denen sich die Muslimbruderschaft in Europa und den USA führend betätigt. Auch der seit drei Jahren jährlich von Farid Hafez, einem österreichischen Politikwissenschaftler, und Enes Bayraklı, herausgegebene und vom türkischen, AKP-nahen Thinktank SETA23 finanzierte European Islamophobia Report versammelt einige Autoren, die dem weiteren Netzwerk der Muslimbruderschaft zugerechnet werden können.[22] publiziert in verschiedenen AKP-nahen Zeitungen und ist in der Vergangenheit immer wieder durch antiwestliche Positionen  aufgefallen.

Weiterführende Literatur zur Muslimbruderschaft

  • Al-Jabri, Mohammed A. (2009). Democracy, Human Rights and Law in Islamic Thought. Lebanon, London, New York: I. B. Tauris & Co Ltd.
  • Brown, Carl L. (2000). Religion and State: The Muslim Approach to Politics. New York: Columbia University Press.
  • Mitchell, Richard P. (1993). The Society of the Muslim Brothers. New York: Oxford University Press.
  • Roll, Stephan (2012). Islamistische Akteure in Ägypten: Pragmatismus als Leitmotiv nach dem Sturz Mubaraks. Berlin: Konrad Adenauer Stiftung.
  • Schulze, Reinhard (1990). Islamischer Internationalismus im 20. Jahrhundert. Leiden: Brill,
  • Vidino, Lorenzo (2010). The New Muslim Brotherhood in the West. New York: Columbia University Press. 
  • Vidino, Lorenzo (2017). The Muslim Brotherhood in Austria. Wien:: https://extremism.gwu.edu/sites/g/files/zaxdzs2191/f/MB%20in%20Austria-%20Print.pdf

 
 

Fußnoten

[1 Ednan Aslan, Projektbericht Evaluierung ausgewählter islamischer Kindergärten und –gruppen in Wien. Tendenzen und Empfehlungen, Wien 2016, S. 37-39.
[2] http://www.ligakultur.at/#!partner/cd2v (abgerufen 27.02.2017)
[4] http://www.ligakultur.at/#!partner/cd2v (abgerufen 27.02.2017)
[5] Julius Dihstelhoff, Ivesa Lübben, Die Internationale Organisation der Muslimbruderschaft und ihr Ableger in Deutschland, Schriftenreihe des Fachgebiets Politik am Centrum für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS) der Philipps Universität Marburg, Februar 2016, S. 4.
[6] https://kurier.at/chronik/wien/im-schatten-der-muslimbrueder/114.594.303
[7] Dihstelhoff/Lübben, S. 2.
[8] http://markfield.maranbiz.co.uk/company/fioe-markfield.html und der Verweis auf die Islamic Foundation: http://mosques.muslimsinbritain.org/maps.php#/mosque/1002
[9] Siehe Bayrisches Staatsministerium für Innern, Bau und Verkehr, Verfassungsschutzbericht 2014, S. 44, 45.
[10] Muslim Brotherhood Review: Main Findings, Ordered by the House of Commons to be printed 17 December 2015, unter Punkt 31: https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/486932/Muslim_Brotherhood_Review_Main_Findings.pdf (abgefragt 6.2.2017)
[11] Auf ihrer Website nennt die Liga Kultur unter der Rubrik „Partner“ sowohl die FIOE als auch die MAB und die WAMY: https://www.ligakultur.at/partner (abgefragt 6.2.2017)
[12] http://www.iesh.fr/index.php/home/fatwas-jurisprudence (abgefragt 6.2.2017)
[13] http://www.taz.de/1/archiv/?id=archiv&dig=2002/02/13/a0131 (abgefragt 6.2.2017)
[14] http://www.islamische-zeitung.de/rolle-der-imame-umfassende-faehigkeiten/ (abgefragt 6.2.2017)
[15] http://www.verfassungsschutz.bayern.de/mam/anlagen/verfassungsschutzbericht_2011.pdf, S. 35.
[16] http://www.femyso.org/about/members (abgefragt 7.2.2017)
[17] https://nzz.at/oesterreich/republik/im-schatten-der-muslimbruderschaft
[18] Ednan Aslan, Projektbericht Evaluierung ausgewählter islamischer Kindergärten und –gruppen in Wien. Tendenzen und Empfehlungen, Wien 2016, S. 37-39.
[19] http://www.kphvie.ac.at/fileadmin/Dateien_KPH/Ausbildung_Islamische_Religion/Studienplan_WS2016-17.pdf (abgefragt 7.2.2017)
[20] https://www.facebook.com/aiman.morad.10 (abgefragt 29.04.2018)
[21] http://www.zeit.de/2007/21/OE-Gefahr/komplettansicht (abgefragt 6.2.2017)
[22] https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/kampfbegriff-islamophobie-wissenschaft-im-dienste-des-politischen-islam/
[23] http://www.setav.org/yazar/enes-bayrakli/

 

 

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